Auf seinen Dialekt war man stolz
Im Lauf der jahrhundertelangen Territorialkämpfe war der ortseigene Dialekt bis Mitte des 20. Jahrhunderts ein Merkmal, auf das man stolz war, mit dem man sich von anderen unterschied. Die sprachlichen Unterschiede von Ort zu Ort stärkten das Wir-Gefühl in der jeweiligen Gemeinde.
Etwas Besonderes waren und sind auch Mundartgedichte oder Lieder, die im eigenen Dialekt gesungen werden. Man fühlt sich erkannt, zugehörig, und zu Hause angekommen, wenn Poesie und Musik im eigenen Dialekt die Verbindung zur weiten Welt herstellen, ohne dabei die eigene Herkunft und ihre Wichtigkeit zu verleugnen.
Elisabeth Marsh