Standardisierung und Normierung
Eine Vereinheitlichung der deutschen Sprache setzte bereits mit dem Buchdruck bzw. der Bibel Martin Luthers ein. Im 18. und 19. Jahrhundert entwickelte sich so eine Standard-sprache. Die mündlich gesprochenen Dialekte wurden langsam aus bestimmten Lebens-bereichen verdrängt. Dazu trug der Ausbau der Transport- und Kommunikationswege (Eisenbahn und Telegraphennetze) sowie das Aufkommen der Massenmedien (Zeitungen) bei.
Sprach Friedrich Schiller noch selbstverständlich Dialekt, den damals schon manche Zeitgenossen als „grässlich“ empfanden, bildete sich nun eine hierarchische Wertung zwischen Standardsprache und Dialekt heraus. Wer hochdeutsch parlierte, gehörte zu den „besseren Kreisen“ bzw. mit einer „Hochsprache“ ließ sich „soziales Prestige gewinnen“.
Ute Ströbele
(Quelle: leobwonline)